4 Tage Großstadt-Dschungel in Singapur

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Singapur, auf deutsch Löwenstadt, ist ein kleiner Insel- und Stadtstaat in Südostasien. Er liegt am südlichen Zipfel von Malaysia (diesem Teil von Malaysia, welcher an Thailand grenzt) und ist nicht mehr weit von Indonesien entfernt. Zum Äquator sind es noch rund 140 km. Der Stadtstaat besteht aus einer Hauptinsel, drei weiteren großen Inseln und 58 kleinen. Westlich wird Singapur von der Straße von Malakka gestreift, eine der meist befahrenen Wasserstraßen weltweit.

 

Nur noch 140 km zum Äquator

Tag 1: Die Ankunft und Einreise

Durch die Zeitverschiebung landeten wir gegen 16:00 Uhr Ortszeit am Singapore Changi Airport. Da ich zum ersten Mal in die Tropen reiste, war ich gespannt auf das Gefühl, sobald ich das Flughafengebäude verlassen würde. Laut Erzählungen seien die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze, welche einem beim Verlassen eines klimatisierten Gebäudes entgegenkommt, wie ein Schlag ins Gesicht. Ganz so schlimm ist es aber dann auch wieder nicht.
Noch am Flughafen tauschten wir einige Euro in Singapore-Dollar und machten uns auf den Weg zur MRT-Station. Mit der U-Bahn kommt man bequem vom Flughafen in die Stadt.

Die Station in der Nähe unseres Hotels war „City Hall“. Von dort waren es eigentlich keine fünf Gehminuten zu unserem Hotel Grand Park City Hall, doch durch erste Orientierungsschwierigkeiten ging dann die Sucherei los. Laut Karte befand sich das Hotel eigentlich direkt um die Ecke – doch um welche Ecke?

Schon nach wenigen Augenblicken intensivem Studieren unserer Stadtkarte stand schon die erste Singapurerin da, die zu helfen versuchte. Es sei ja so heiß und ein Unding, so lange in der Sonne zu stehen – wäre es da nicht besser, gleich das Hotel anzurufen, um ein Taxi herzubeordern? Diesen Vorschlag wiesen wir ab, denn für einen Fußweg von fünf Minuten fanden wir ein Taxi vollkommen unnötig. Kurz darauf gesellte sich noch ein Herr zu uns, der uns ebenfalls helfen wollte – und uns letztendlich, versehentlich, in die komplett falsche Richtung schickte. Als wir das bemerkten, machten wir kehrt und suchten das Hotel in einer anderen Straße – nichts. Erst nach ca. 20 Minuten fanden wir unser Hotel dann doch. Welches, wie bereits vermutet, tatsächlich nur fünf Gehminuten von der MRT-Station entfernt war. Nur eben in der entgegengesetzten Richtung!

Als wir endlich unser Zimmer bezogen hatten, wurde es in Singapur bereits dunkel. Heiß und drückend war es noch immer, allerdings war das ohne direkte Sonneneinstrahlung deutlich besser zu ertragen. Wir schlenderten über den Raffles Place in Richtung Marina Bay, immer der Skyline des „Marina Bay Sands Hotel“ und dem Riesenrad, dem Singapore Flyer, entgegen. Davor machten wir einen Stopp in der „Toast Box“, um doch eine Kleinigkeit zu essen. Durch die drückende Hitze hatten wir kaum Hunger. Wir aßen einen Toast mit Kaya-Marmelade. Kaya-Marmelade ist eine Spezialität aus Singapur, dabei handelt es sich um Kokos-Marmelade. Lecker!

Entlang der Marina Bay befinden sich einige Sehenswürdigkeiten von Singapur. Da wäre beispielsweise das Marina Bay Sands Hotel, ein Luxushotel mit einer unverwechselbaren Bauform und dem weltbekannten Infinity-Pool auf dem Dach. Dieses Hotel gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Singapurs. Dort hin gelangt man über die Helix-Brücke, eine beleuchtete Brücke, deren Form an eine Helix erinnert. Der Merlion, eine Statue geformt wie ein Löwe mit einem Fischkörper, ist das Wahrzeichen Singapurs und findet sich auch an vielen anderen Orten, unter anderem auf Sentosa Island, wieder. Neben dem „Marina Bay Sands Hotel“ befindet sich noch das futuristisch wirkende ArtScience Museum Singapore, wo man verschiedene Ausstellungen besuchen kann.

   

Während wir nachts dort herum schlenderten, konnten wir die schöne Skyline im Dunkeln und die beleuchteten Sehenswürdigkeiten betrachten. Um 21:30 Uhr fand dort im Wasser eine viertelstündige Licht- und Lasershow statt (Wonder Full) mit visualen Effekten. Durch Zufall waren wir gerade zur rechten Zeit am rechten Ort, um das mitzuerleben. Diese Show gibt es jeden Abend zweimal.
Gegen später gingen wir zurück zu unserem Hotel. Die lange Flugreise und die Hitze machten uns dann doch ein bisschen zu schaffen.

 

Tag 2: Shopping und Nachtsafari

Ausgeschlafen und gut gestärkt vom Frühstück startete unsere Erkundungstour durch Singapur am nächsten Morgen. Wir kauften uns extra ein MRT-Tagesticket, mit dem wir den ganzen Tag über uneingeschränkt in der Stadt herum fahren konnten.

Zuerst besuchten wir China Town, denn laut Reiseführer könnte man dort gute und günstige Souvenirs und Mitbringsel kaufen. Wir stiegen an der MRT-Station „China Town“ aus und befanden uns direkt mitten im Getümmel. In China Town befindet sich neben verschiedenen anderen Tempeln der bunte, hinduistische Sri-Mariamman Tempel.

Wir schlenderten durch die Gassen und schauten uns ein paar Geschäfte und Verkaufsstände an. Viele Mitbringsel haben wir allerdings nicht gefunden. Das, was unser Reiseführer als tolle Souvenirs bezeichnet hat, war hauptsächlich billiger China-Ramsch. Noch schlimmer ist das Mustafa Centre in Little India, ein Einkaufszentrum, das in sämtlichen Reiseführern angepriesen wird. Tatsächlich ist es aber einfach ein mehrstöckiger Ramschladen mit noch mehr Kitsch und Müll als in China Town. Da haben wir die Suche nach Souvenirs erst einmal an den Nagel gehängt, schließlich wollten wir auch noch etwas anderes von der Stadt sehen.

Mittlerweile war es schon Mittag und die Hitze schlauchte uns dermaßen, dass wir beide dringend eine Pause benötigten – und Zucker, für zusätzliche Energie! Mit der MRT fuhren wir zur Einkaufsstraße Orchard Road (Station „Orchard“). Die Orchard Road ist die Flanier- und Einkaufsmeile Singapurs. Hier befindet sich ein Einkaufszentrum neben dem anderen, hauptsächlich sind hier viele Geschäfte der gängigen Luxusmodemarken zu finden.

Wir steuerten eines der klimatisierten Einkaufszentren an, wo wir uns im Starbucks einen Crushed Ice Shake gönnten. Ich bin ja, was Hitze angeht, wie ein Vampir. Mit der drückenden Hitze nachts konnte ich in Singapur beispielsweise gut umgehen, aber sobald die Sonneneinstrahlung dazu kommt, schlaucht mich das dermaßen, dass ich zwischendurch aus der Sonne raus und eine Pause einlegen muss. Deshalb fuhren wir anschließend zum Hotel zurück, um für die Nachtsafari im Singapur Zoo am Abend wieder fit zu sein.

Der Singapore Zoo gehört angeblich zu den besten Zoos der Welt und hat schon einige Preise erhalten. Das besondere an diesem Zoo ist die Tatsache, dass die Tiere nur selten durch Gitter oder Glasscheiben von den Besuchern getrennt sind. Die meisten Barrieren wurden mit Wassergräben oder mit Steinen geschaffen, manche Tiere dürfen sogar frei herumlaufen. Nur gefährliche Tiere befinden sich hinter Glasscheiben.

Zum Singapore Zoo fährt regelmäßig ein Bus von verschiedenen Stationen in der Stadt, unter anderem befand sich eine Station direkt gegenüber von unserem Hotel. Die Fahrt zum Singapore Zoo dauerte ca. eine halbe Stunde. Die Eintrittskarten konnte man im Bus kaufen. Für den Bustransfer und die Nachtsafari zahlt man insgesamt ca. 42 Singapore Dollar pro Person.

Sobald der eigentliche Zoo schließt, kommen die Nachtsafaris zum Einsatz. Hier fährt man mit einem Shuttle-Zug durch den Zoo und kann nachtaktive Tiere in einem nahezu natürlichen Umfeld erleben. So heißt es jedenfalls. Inwiefern das jedoch tatsächlich natürlich ist, finde ich noch immer fraglich. Während die Besucher durch den Zoo kutschiert werden, werden die Tiergehege künstlich beleuchtet und den Tieren wird extra Futter hin geschmissen, damit sie sich aus ihrem Versteck blicken lassen. Preisgekrönt oder nicht, letztendlich ist es eben doch ein Zoo und nicht artgerecht für die Tiere.

Nach dem Zoo führten wir unsere Nachtsafari in der Innenstadt fort. Für mich ließ sich Singapur nachts einfach besser erkunden als bei der Hitze tagsüber. Wir gingen also noch zu „Gardens by the Bay“. Mit dem MRT fährt man bis zur Endhaltestelle der roten und gelben Linie nach „Marina Bay“, von dort sind es nur noch ein paar Minuten zu Fuß.

Gardens by the Bay ist ein Projekt des Premierministers von Singapur, um die Stadt grüner zu machen. Die Gartenanlage erstreckt sich auf einem Gelände von etwa 100 Hektar. Ein absoluter Blickfang sind hier die Super-Trees, mehrere hohe Gebäude, die Bäumen optisch nachempfunden sind. In einiger Höhe sind die Super-Trees durch eine Brücke miteinander verbunden, die an einen Baumwipfelpfad erinnern. Neben den Super-Trees gehören noch zwei große Gewächshäuser zu der Anlage.

Als wir dort ankamen, war schon Mitternacht und die Super-Trees und Gewächshäuser hatten natürlich schon zu. Das machte aber nichts, denn bei Nacht sind die Super-Trees einfach wunderschön beleuchtet und ein richtiger Hingucker. Wir waren fast die Einzigen, die zu so später Stunde noch zwischen den Super-Trees umher wandelten. Die Atmosphäre war durch das farbige Licht und die unerwartete Ruhe inmitten des Großstadt-Dschungels wunderschön.

   

Auf dem Rückweg eröffnete sich uns allerdings ein kleines Problem: nicht nur, dass der MRT um diese Zeit nicht mehr fuhr. Die Station war komplett zu, sodass wir nicht mehr durch die Unterführung kamen. Zu Fuß war der Weg zu unserem Hotel nicht sonderlich weit, aber wir fanden keinen Weg auf die andere Seite des „Marina Bay Sand Hotels“. Zwischen dem „Gardens by the Bay“ und dem „Marina Bay Sands Hotel“ befand sich eine breite Straße und es gab weit und breit weder eine Ampel, noch einen Zebrastreifen oder gar eine Unterführung (kommt das hier irgendjemandem bekannt vor?). Einen Versuch starteten wir noch über den Brückenzugang zum „Marina Bay Sands Hotel“, in der Hoffnung, wir könnten einfach durch das Hotel auf die andere Seite laufen, doch leider war auch diese Tür verschlossen.

Schließlich baten wir ein paar Bauarbeiter um Hilfe. Straßenbauarbeiten werden in Singapur offenbar gerne nachts erledigt, vermutlich um die Tageshitze zu vermeiden. Er kannte zum Glück einen Schleichweg ins und durch das „Marina Bay Sands Hotel“ und zeigte uns den Weg auf der anderen Seite wieder hinaus. Die ganze Aktion inklusive Heimweg kostete uns gut eineinhalb Stunden, für einen Weg, der normalerweise zwanzig Minuten in Anspruch nehmen würde. Dementsprechend erledigt waren wir, als wir wieder in unserem Hotel ankamen.

 

Tag 3: Sun & Fun auf Sentosa Island

Heute wollten wir die Stadt hinter uns lassen um eine der vorgelagerten Inseln Singapurs zu besuchen: Sentosa Island. Mit dem Cable Car ist man von der MRT-Station „Harbour Front“ innerhalb von zehn Minuten dort und hat während der Fahrt mit der Gondel einen tollen Ausblick über die ganze Insel.

Sentosa Island bietet sämtliche Vergnügungsmöglichkeiten, welche man sich nur vorstellen kann. Hier findet man die Universal Studios, es gibt verschiedene Kinos (unter anderem ein 4D-Kino), einen Schmetterlingspark, ein Oceaneum und vieles mehr. Auch auf Sentosa Island gibt es einen Merlion, übrigens den größten in Singapur. Es gibt unendlich viele Entertainment-Angebote. Man könnte sogar mit rosa Delfinen schwimmen, was für mich aber nicht infrage kam. Von Delfinen in Gefangenschaft und Delfinshows halte ich absolut nichts.

Wer dem Trubel entfliehen möchte, kann sich an einem der drei Strände ein wenig Ruhe gönnen: Palawan Beach, Siloso Beach und Tanjong Beach. Zwar sind auch hier viele Leute, aber es ist trotzdem deutlich ruhiger als sonstwo auf der Insel.

Viele der Attraktionen haben wir nicht aktiv genutzt, stattdessen haben wir uns auf der Insel nur ein bisschen umgesehen. Im Orchideen-Garten hat es uns sehr gut gefallen. Es ist einfach der Wahnsinn, wie viele verschiedene Arten es gibt.

Die Zeit auf Sentosa Island verging wie im Flug. Gegen Abend machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Singapur. Genau passend erwischten wir den Moment im Cable Car, um den Sonnenuntergang zu sehen – innerhalb von zehn Minuten war die Sonne komplett hinter dem Horizont verschwunden.

 

Tag 4: Letztes Sightseeing

An unserem letzten Morgen in Singapur schliefen wir lange, frühstückten gemütlich und checkten gegen 11 Uhr in aller Ruhe aus. Bis zu unserem Rückflug nach Deutschland hatten wir noch mehr als genügend Zeit. Erst gegen 23 Uhr sollte unser Flieger zurück nach Frankfurt starten.

Mit dem MRT fuhren wir nach Clarke Quay, wo wir am Ufer des Singapore Rivers entlang spazierten. In Clarke Quay findet man ein Restaurant neben dem nächsten und zudem noch die eine oder andere Diskothek. Der Singapore River mündet in die Marina Bay, auf dem Fluss und im Hafen werden Bootstouren mit sog. Bumboats angeboten. Wir liefen bis zur Marina Bay, wo wir uns noch eine ganze Weile verweilten. Wir schauten uns alles noch einmal bei Tag an, da wir die Marina Bay bisher hauptsächlich bei Nacht besucht hatten.

Gegen Nachmittag holten wir unser Gepäck aus dem Hotel ab und fuhren mit dem MRT wieder an den Flughafen. Der Changi Airport ist einer der beliebtesten Flughäfen weltweit. Für Passagiere, die auf einer Umsteigeverbindung in Singapur Zeit totschlagen müssen, bietet der Flughafen zahlreiche Unterhaltungsangebote wie Kinos, ein Schmetterlingshaus und sogar einen Pool. Unser Bedarf war allerdings schon gedeckt und wir freuten uns über die Relax-Liegen in der Nähe unseres Gates, wo wir vor unserem Rückflug noch eine Weile entspannen konnten.

Ungewöhnlich war, dass die Sicherheitskontrolle erst an unserem Gate stattfand – und diese öffnete auch erst kurz vor dem Boarding. Das hatte ich bisher an keinem Flughafen, war aber eigentlich ganz angenehm. Nach wenigen Minuten durften wir dann in unsere Maschine einsteigen. Bye bye, Singapur, Stadt der Löwen!

 

Einreise

Als deutscher Staatsbürger benötigt man für die Einreise nach Singapur einen Reisepass, der bei Ankunft noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Dazu ein bestätigtes Rück- bzw. Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt. Touristen und Besucher, welche per Flugzeug anreisen, erhalten dann bei Ankunft ein Visum für bis zu 90 Tage kostenfrei. Diejenigen, die auf dem Land- oder Seeweg nach Singapur einreisen, bekommen lediglich ein Visum für 14 Tage, Geschäftsreisende für 30 Tage.

 

Anreise

Direkte Flüge von Frankfurt nach Singapur gibt es mit Singapore Airlines (SQ) und Lufthansa (LH) zweimal täglich. Wir hatten die Lufthansa-Abendmaschine um 21:45 Uhr und flogen mit einem Airbus A380. Die Flugdauer beträgt etwa 12 Stunden und 25 Minuten. Da unsere Maschine ziemlich leer war und wir frühzeitig online eincheckten, bekamen wir sogar noch Plätze auf dem Oberdeck, wo nur ein Bruchteil der Economy-Sitze zu finden sind. Ansonsten befinden sich dort hauptsächlich die Premium Economy, die Business und die First Class.

Zwar bin ich noch nicht mit Singapore Airlines geflogen, allerdings schneidet diese bezüglich Kundenzufriedenheit und Service besser ab als Lufthansa. Wenn der Preisunterschied nicht allzu hoch ist, wäre es zumindest eine Überlegung wert, stattdessen mit Singapore Airlines zu fliegen.

Vom Flughafen in die Stadt fährt man am besten mit dem MRT (= Mass Rapid Transit). Der Changi Airport ist die Endstation der grünen Linie und es gibt auch keine andere MRT-Linie, die dort hält. Man fährt also erst einmal zur MRT Station „Tanah Merah“, dort muss man einmal umsteigen in die (wieder grüne) MRT-Linie Richtung „Joo Koon“. Dann kann man bis zur Innenstadt durchfahren.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Auch innerhalb von Singapur bewegt man sich am einfachsten mit dem MRT fort. Stationen gibt es an sämtlichen interessanten Spots in der Stadt. Der MRT-Plan ist zudem recht übersichtlich und verständlich. Unter der Woche fahren die MRT-Züge von 05:30 bis 03:00 Uhr, am Wochenende nur bis Mitternacht. Meistens muss man weniger als 10 Minuten auf die nächste Bahn warten.

Tickets bekommt man entweder am Schalter oder an Automaten, welche sich auch gut bedienen lassen. Für eine einfache Fahrt gibt man lediglich die Station ein, zu der man fahren möchte und bezahlt. Fertig. Wer mehrmals am Tag fährt, für den lohnt sich ein Tagesticket.

Alternativ fahren natürlich auch Taxis, Busse (auch Nachtbusse) und Fahrrad-Rikschas.

Nach Sentosa Island kommt man entweder mit einem Bus-Shuttle ab der Station „Harbour Front“ oder mit den Cable Cars. Die Cable Cars sind eine Seilbahn, welche zwischen Mount Faber, dem Hausberg Singapurs, der Harbour Front und Sentosa Island verkehrt. Für die Fahrt haben wir pro Person 13 Singapore Dollar bezahlt – das ist zwar nicht gerade billig, aber es hat sich gelohnt. Aus den Cable Cars hat man einen schönen Ausblick von oben auf Sentosa Island.

 

Klima

Da sich Singapur fast unmittelbar am Äquator befindet, gibt es dort keine Jahreszeiten. Es herrschen durchgehend tropische Wetterverhältnisse und es kommt im Jahresverlauf zu keinen größeren Temperaturunterschieden. Die maximale Temperatur tagsüber liegt meistens um die 30 Grad (oft auch darüber), nachts kühlt es durch die fehlende Sonneneinstrahlung um ein paar Grad ab. Es herrscht eine feuchte, drückende Hitze. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist das ganze Jahr über sehr hoch. Typisch für Singapur sind die starken, tropischen Regengüsse, die aber meistens so schnell wieder vorbei sind, wie sie begonnen haben. Allerdings bringt der Regen keine Abkühlung, sondern macht die Luft nur noch drückender und unangenehmer.

Wir hatten Glück, dass uns der Regen eigentlich nie erwischt hat. Es hat einmal am Nachmittag geregnet, da befanden wir uns aber gerade in einem Einkaufszentrum. Als wir wieder raus kamen, war der Spuk schon vorbei.
Eine beste Reisezeit gibt es für Singapur eigentlich nicht. Dennoch wird oft das Frühjahr empfohlen, da es zu dieser Zeit tendenziell etwas weniger regnet.

 

Singapore is a fine city

Fine bedeutet auf Deutsch nicht nur „schön“, sondern auch Geldstrafe. Die Gesetze und Strafen sind in Singapur wirklich gesalzen. Überall hängen Schilder, welche insbesondere Touristen über die zahlreichen Verbote informieren sollen. Essen und Trinken sowie Rauchen in der Metro und in öffentlichen Gebäuden sind streng verboten und haben hohe Geldstrafen zur Folge (bei Essen und Trinken sind es 500 Singapore Dollar, bei Rauchen 1000).

Gerade was das Trinken anbelangt, mussten wir uns immer wieder selbst ermahnen. In der Hitze draußen blieben wir eher selten stehen zum Trinken und dachten instinktiv erst in der klimatisierten Metro wieder daran. Einmal habe ich noch im Ausgangsbereich eines Einkaufszentrums eine Kleinigkeit gegessen und habe direkt einen komischen Blick kassiert.

Kaugummi, schon die Einfuhr davon, ist in Singapur verboten. Vor Jahren war der Kaugummi-Konsum komplett untersagt, mittlerweile ist dieser für medizinische Zwecke auf Rezept wieder erlaubt. Es ist also wichtig, vor der Einreise nach Singapur noch einmal alle Taschen auf ggfs. darin herumfahrende Kaugummis zu prüfen.

Ganz heftige Strafen drohen (auch Touristen) bei Drogenmissbrauch und Vandalismus. Kiffen, Drogenbesitz, Dealen, Graffiti etc. können Haftstrafen, Prügelstrafen mit dem Rohrstock (was wirklich heftig sein muss) und sogar die Todesstrafe zur Folge haben.

Generell ist es von Vorteil, sich vor einem Besuch in Singapur darüber zu informieren, was nicht erlaubt oder verpönt ist. Was ja eigentlich für jedes Land gilt. Zwar findet man die Verbotsschilder fast an jeder Ecke, dennoch kann man auch mal etwas übersehen oder vergessen. Hält man sich an die – größtenteils – nachvollziehbaren und einfachen Regeln, kann eigentlich nichts schief gehen. Und etwas Gutes haben diese harten Strafen natürlich auch: Singapur ist dadurch eine der sichersten und saubersten Städte der Welt.

 

Währung

Die Währungseinheit in Singapur ist der Singapore Dollar (= 100 Cents). Ein Singapore Dollar beträgt nach aktuellem Wechselkurs ca. 0,62 €. Den besten Wechselkurs bekommt man für gewöhnlich vor Ort in den Wechselstuben („licensed money changer„). Diese findet man in sämtlichen Einkaufszentren in der Innenstadt.
Singapur ist eine jener Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten, was sich allgemein auf das Preis-Leistungsverhältnis vor Ort auswirkt. Für asiatische Verhältnisse ist Singapur eine teure Stadt.

 

Fazit

Singapur ist für eine asiatische Stadt ziemlich westlich geprägt. Sie ist übersichtlich, sauber, strukturiert und recht hochpreisig. Die Verbote und Strafen, für welche Singapur auch bekannt ist, sind häufig absurd.

Insbesondere als Stop-Over eignet sich Singapur sehr gut, da man innerhalb kürzester Zeit das Wichtigste gesehen hat. Uns haben die vier Tage in Singapur gereicht, auch wenn ein, zwei Tage mehr nicht schlecht gewesen wären. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, auf die wir wegen mangelnder Zeit oder aufgrund der Hitze verzichtet haben. Der Hausberg Mount Faber wäre beispielsweise noch etwas gewesen, einige Attraktionen auf Sentosa Island, Kusu Island, ein Besuch im „Gardens by the Bay“ bei Tag, der Infinitypool auf dem Dach des „Marina Bay Sands Hotel“… hierfür hätten wir noch etwas mehr Zeit gebraucht. Aber vermutlich bin ich nicht zum letzten Mal in der Stadt der Löwen gewesen.

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Warst du schon einmal in Singapur, der Stadt der Löwen? Hast du noch ein paar gute Tipps für einen Stop-Over?

 

 

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