Unser Abenteuer Afrika beginnt – Windhoek, Namibia

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Während meiner Reise nach Südafrika im Jahr 2014 habe ich mich in das Land verliebt und mich mit dem Afrika-Fieber infiziert. Südafrika hat mich auf eine Art und Weise fasziniert und begeistert, wie es bisher kein anderes Land geschafft hat. Seitdem wollte ich unbedingt so bald wie möglich zurückkehren – was aber letztendlich länger gedauert hat, als mir lieb war. Ich hatte eine Kombination aus Namibia, Botswana und den Viktoriafällen ins Auge gefasst, doch in den folgenden Jahren gelang es mir einfach nicht, diesen Plan in die Tat umzusetzen.

Im Sommer 2018 war es endlich soweit. Nach fast einem Dreivierteljahr Planung und Vorbereitung, die mich so manches Mal sämtliche Nerven gekostet haben, hatte ich endlich die Gelegenheit, nach Afrika zurück zu kehren. Wir, also mein Freund, seine Familie und ich, waren insgesamt zu sechst. In zwei Allradfahrzeugen mit Dachzelten bereisten wir auf eigene Faust für zwei Wochen Namibia, Botswana und sogar ein bisschen Zimbabwe. Wir übernachteten auf Campingplätzen in unseren Dachzelten, in Lodges, in Bodenzelten und unter freiem Himmel. Jeden Tag erwartete uns ein neues Abenteuer und an diesen möchte ich dich in meinen Berichten teilhaben lassen. Viel Spaß!

 

Der Flug mit Air Namibia

Aufgrund der günstigen Flugzeiten und der Direktverbindung ab Frankfurt entschieden wir uns dafür, mit Air Namibia nach Windhoek zu fliegen. Gehört hatte ich über Air Namibia im Voraus sehr viel Gegenteiliges: von ganz furchtbar bis hin zu super war eigentlich alles dabei. Wir beschlossen, uns einfach selbst ein Bild zu machen. So schrecklich konnte es ja wohl kaum sein.

Und schrecklich war es tatsächlich nicht. Aber gut eben auch nicht. Es wirkt so, als wäre Air Namibia irgendwann in der Zeit stehen geblieben. Smartphones, Laptops und co. mussten während des ganzen Fluges komplett ausgeschaltet sein, ebenso wie alle anderen elektronischen Geräte während Start und Landung. Das habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört!

Dass einige der Bildschirme nicht funktionierten, das habe ich im Voraus schon mitbekommen. Aber dass tatsächlich nur noch die wenigsten Bildschirme funktionieren, da war ich dann doch baff. Wenn ein Viertel der Bildschirme betriebsbereit war, dann war das schon viel – alle anderen gingen entweder gar nicht oder hängten sich auf, sobald man einen Film auswählen wollte. Sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug wurde sich per Durchsage kurz für „einige, nicht funktionierende Bildschirme“ entschuldigt, als handele es sich um ein paar vereinzelte Geräte, welche ausnahmsweise mal nicht gingen.

Dass diese Bildschirme nicht mehr ausgetauscht oder repariert werden, liegt vermutlich auch daran, dass Air Namibia schon seit längerem rote Zahlen schreibt. Dass sie überhaupt noch fliegt, ist eigentlich nur den Zuschüssen der namibianischen Regierung zu verdanken – wie lange das noch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

 

Ankunft in Namibia

Kurz vor unserem ersten Sonnenaufgang in Namibia landeten wir am Windhoek Hosea Kutako International Airport, der einfach nur herrlich klein ist für einen Hauptstadtflughafen – ganz im Gegenteil zu großen Flughäfen wie in Kapstadt oder Johannesburg in Südafrika. Da in Namibia Winter war, war es noch dunkel und ziemlich frisch. Die Temperaturen wurden aber schlagartig wärmer, als die Sonne sich zeigte.

Die Einreisekarte für Namibia hatten wir schon im Flugzeug ausgefüllt. Diese mussten wir bei der Einreise mitsamt Reisepass nur noch abgeben. Die Wartezeit hielt sich in Grenzen, da zu dieser Uhrzeit unser Flug der einzige ankommende war.

 

Gun, Gun!

Als wir die Einreise hinter uns ließen, versammelten sich zahlreiche Passagiere an einem weiteren Schalter. Was ist da los, fragte ich mich, müssen wir dort etwa auch hin? Ich schaute mir die Passagiere, die dort warteten, genauer an, bemerkte die auffällig unauffällige Kleidung und dann war es mir klar: das waren Jäger, die ihre Waffen in Empfang nehmen wollten. Jagdtouristen. Etwas schockiert stellte ich fest, wie verdammt viele das waren, die allesamt nur in einem Flugzeug gesessen sind.

In Namibia ist Jagdtourismus, im Gegensatz zu Botswana, erlaubt. Bedrohte Tierarten sind natürlich ausgenommen, aber für Jäger ist es legal, das eigene Gewehr ins Land mit einzuführen und in bestimmten Gebieten des Landes auf die Jagd zu gehen. Es gibt sogar einige Lodges und Reiseveranstalter, die sich auf Jagdtourismus spezialisiert haben.

Das hat mit illegaler Trophäenjagd nichts zu tun. Dennoch komme ich nicht umhin, mir darüber Gedanken zu machen, wie viele dieser Trophäenjäger, die Elefanten, Löwen und co. einfach nur zum Vergnügen töten und dann ganz stolz mit den toten Tieren lächelnd auf Fotos posieren, auf diesem Wege ins Land kommen. Und genau genommen sind mir auch die „normalen“ Jäger, die ich am Flughafen sah, einfach suspekt. Ich verstehe den Reiz daran einfach nicht.

 

Und los geht’s!

Wir mussten warten, bis wir unser Fahrzeug beim Vermieter Britz entgegen nehmen konnten (Bericht folgt) und zudem noch auf die Landung des Qatar-Airways-Fluges, wo unsere restlichen vier Mitreisenden drin saßen. Dann machten wir uns mit zwei Fahrzeugen auf den Weg. Die Stadt Windhoek befindet sich etwa 30 Autominuten in östlicher Richtung vom Flughafen und lag auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft. In einem Supermarkt kauften wir Wasser und etwas Proviant für die nächsten paar Tage ein. Anschließend ging es weiter in Richtung Norden, wo wir schon nach kurzer Fahrzeit die „Immanuel Wilderness Lodge“ erreichen sollten.

 

Erster Stopp: Immanuel Wilderness Lodge

So ein Langstreckenflug ist anstrengend, deshalb wollten wir uns nicht schon am ersten Tag so eine lange Strecke zumuten. Und auch campen wollten wir nicht gleich in der ersten Nacht. Stattdessen suchten wir uns eine Lodge aus, welche etwas nördlich von Windhoek gelegen und vom Flughafen aus innerhalb einer Stunde gut erreichbar war: die Immanuel Wilderness Lodge. Wir erreichten unser Tagesziel demnach schon früh und hatten auch keine Probleme, die Lodge zu finden.

Schon bei unserer Ankunft machte die Lodge einen guten Eindruck. Sowohl die Anlage selbst, als auch die Zimmer, sind schön und gepflegt. Es gibt einen Pool, Sitz- und Liege-Gelegenheiten in der Sonne und im Schatten. Auf dem Gelände konnte man Impalas, Springböcke und Strauße beobachten. Die Zimmer sind ruhig und etwas vom Haupthaus entfernt gelegen. Von der Terrasse aus hatten wir einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft und das Savannengras.

Die Immanuel Wilderness Lodge gehört einem deutschen Ehepaar, das vor etwa zehn Jahren nach Namibia ausgewandert ist. Die beiden sind sehr nett, hilfsbereit und Stephan ist ein passionierter, begnadeter Koch! Leider blieben wir nur für eine Nacht und hatten demnach auch nur einmal Abendessen in der Lodge, aber das Essen war 1A. Es war wohl sogar das beste auf unserer ganzen zweiwöchigen Rundreise.

 

Fazit 1. Tag

Unsere Anreise und der erste Tag in Namibia war mit viel Anstrengung und Warten verbunden. Wir warteten auf unseren Flug, warteten auf Britz und warteten auf die anderen Mitreisenden. Air Namibia war zudem eher eine der schlechteren Fluggesellschaften, mit der ich bisher geflogen bin. Nach unserem Langstreckenflug und den ganzen organisatorischen Dingen wie Einreise, zweimal Camper-Übernahme und Lebensmittel einkaufen war es dafür mehr als angenehm, als wir nachmittags endlich in unserer ersten Unterkunft ankamen und entspannen konnten. Nach und nach perlte der Stress von uns ab und das Gefühl, endlich in Namibia angekommen zu sein, stellte sich langsam ein.

Hallo Afrika. Es ist schön, dich endlich wieder zu sehen! Auf zwei erlebnisreiche, abenteuerliche und wunderschöne Wochen mit dir!

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Warst du schon einmal in Namibia? Wie sah dein Start der Reise aus? Schreib mir doch gerne einen Kommentar!

 

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