Island: eine Insel aus Feuer und Eis

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Ende Juli 2013 haben meine Freundin und ich gemeinsam Island entdeckt, und zwar auf der Standortreise Tor des Nordens von Troll Tours. Das heißt konkret: eine Woche Island zum Kennenlernen, sieben Übernachtungen in einem Hotel in Reykjavík und mehrere Ausflüge mit einer Reisegruppe und einem Guide in die nähere Umgebung der isländischen Hauptstadt. Viele bekannte Highlights und Sehenswürdigkeiten befinden sich in Reichweite für einen Tagesausflug ab Reykjavík, sodass man auf der Reise einen umfassenden ersten Eindruck von Island bekommen kann.

 

Allgemeines über Island

Island ist die größte Vulkaninsel der Welt und zugleich eine der letzten Wildnisse Europas. Im Norden grenzt Island an den Polarkreis und liegt auf den tektonischen Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien. Ca. 11% der Fläche besteht aus Gletschern. Der Gletscher Vatnajökull zum Beispiel ist so groß wie Korsika! Die Entfernung nach Grönland beträgt ungefähr 300 Kilometer. Reykjavík ist mit Abstand die größte Stadt; ungefähr zwei Drittel der 300.000 Menschen, die auf Island leben, leben in der Hauptstadt. Die anderen Städte auf Island sind für unsere Verhältnisse eher klein.

Das Hinterland Islands ist nahezu unbewohnt, die meisten Orte und Wohngegenden befinden sich entlang der Küstenlinie rund um die Insel. Die Ringstraße 1 ist Islands wichtigste Straße und führt einmal komplett um die Insel. Im Inland ist das Straßennetz nicht so sehr ausgebaut. Oftmals sind die Straßen nicht geteert, sondern nur Schotterpisten. Vom Herbst bis zum Frühjahr kommt es häufig vor, dass viele dieser Straßen nicht passierbar sind – es ist daher dringend notwendig, die Wetter-und Straßenverhältnisse im Blick zu behalten und sich zu informieren.

 

„Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach fünf Minuten.“

Das Wetter auf Island ist äußerst unbeständig und macht, was es will. Durch die nördliche Lage und den Golfstrom hat Island ein gemäßigtes Meeresklima mit kühlen Sommern und verhältnismäßig milden Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Hochsommer beträgt ca. 12°C. Da man in Island wettertechnisch mit allem rechnen muss, empfehle ich, sogar im Sommer für den Fall der Fälle Mütze, Handschuhe, Schal und eine winddichte, warme Regenjacke dabei zu haben. Festes, wasserdichtes Schuhwerk sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

 

Das Tor des Nordens

1. Tag: Ankunft

Wir starteten unsere Reise nach Island am Stuttgarter Flughafen, wo wir pünktlich um 13:30 Uhr nach Keflavík abhoben, mit einem Zwischenstopp in Düsseldorf. Unsere Fluggesellschaft war die WOW Air, eine Billigfluggesellschaft mit Drehkreuz am Flughafen Keflavík. Die Flieger sind sehr eng bestuhlt und es gibt keine kostenfreie Verpflegung auf dem vierstündigen Flug. Als wir gegen Nachmittag in Keflavik landeten, war die Insel noch von einer dicken Wolkendecke verhangen.

Der Flughafen Keflavik ist nicht besonders groß und wir mussten nicht lange auf unser Gepäck warten. Im Ankunftsbereich wartete bereits ein Mitarbeiter von Snaeland Grimsson, der die Reiseleitung für Troll Tours übernimmt. Er zeigte uns den Weg zum Bus und da wir die letzten in unserer kleinen Gruppe waren, brachen wir direkt nach Reykjavík zu unserem Hotel auf.

Reykjavík selbst hat zwar auch einen eigenen Flughafen, dabei handelt es sich allerdings um einen sehr kleinen, wo keine internationalen Flugzeuge starten und landen. Keflavík ist der internationale Flughafen Islands und befindet sich auf der Reykjanes-Halbinsel. Bis ins Zentrum von Reykjavík benötigt man etwa vierzig Minuten mit dem Auto.

Das Hotel, in welchem wir die nächsten sieben Nächte verbringen sollten, war das Hotel Fron. Das hatten wir uns ausgesucht, weil es mitten im Zentrum in der Laugavegur liegt, der Haupteinkaufsstraße der Stadt. Wobei Einkaufsstraße fast ein bisschen zu viel gesagt ist: es gibt hier und da ein paar Souvenirgeschäfte, Restaurants und kleinere Boutiquen, wo man Vintage-Kleidung kaufen kann, viel mehr ist da aber nicht. Internationale Ketten wie H&M, Mc Donald’s und co. sucht man auf ganz Island vergebens, das gibt es hier alles nicht.

Unser Busfahrer ließ uns in einer Parallelstraße zu unserem Hotel raus, da die Laugavegur für die großen Busse einfach ein bisschen zu schmal ist. An derselben Stelle wurden wir auch jeden Tag ein- und ausgeladen, wenn Tagesausflüge anstanden.

Auf einer ersten Erkundungstour durch Reykjavík bummelten wir die Laugavegur entlang, shoppten erste Souvenirs und landeten schließlich bei der imposanten evangelisch-lutherischen Hallgrímskirkja. Die Hallgrímskirkja (Hallgrímskirche) ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie entstand erst im 20. Jahrhundert und wurde optisch Basaltsäulen und Gletschern nachempfunden. Auf dem Kirchenvorplatz befindet sich eine Statue von Leif Eriksson. Die Hallgrímskirche kann man auch von Innen besichtigen und mit einem Aufzug in den Glockenturm hinauf fahren.

   

Anschließend haben wir in einem kleinen Pfannkuchenhaus zu Abend gegessen. Die Lebenserhaltungskosten auf Island sind gesalzen und es ist alles andere als günstig, hier Essen zu gehen. Wenn man eher mit einem kleineren Budget unterwegs ist, bedarf es ggfs. etwas Sucherei oder Recherche, bis man etwas preislich Annehmbares findet. Wir haben uns damals mit eher günstigeren Alternativen zufrieden gegeben.

 

2. Tag: Lava-Wasserfälle und Isländer Sagas

Der nächste Morgen begann wie am Tag zuvor etwas bewölkt, wir hatten 12°C Außentemperatur. Im Bus lernten wir einige unsere Mitreisenden für die nächsten Tage kennen. Allerdings sollten uns ein paar von ihnen schon bald wieder verlassen, manche wiederum stießen erst ein paar Tage später hinzu. Die „Tor des Nordens“-Reise von Troll Tours ist buchbar ab Dienstag, ab Donnerstag oder ab Sonntag, der Reiseverlauf vor Ort bleibt aber immer der gleiche. Da wir die Reise ab Sonntag buchten und die übliche Route immer donnerstags/freitags beginnt, hatten wir die Stadtrundfahrt demnach erst am vorletzten Tag auf dem Programm.

Mit dem Bus passierten wir zahlreiche Schafe und Islandpferde auf unserem Weg entlang des malerischen Walfjords, der nördlich von Reykjavík gelegen ist. Da in Island kein Ortsname willkürlich gewählt wird, konnten wir uns ableiten, wieso der Walfjord seinen Namen trägt: dort befindet sich das Zentrum der ehemaligen Walfangindustie und auch heute noch gibt es dort eine mehr oder minder aktive Walfangstation.

Unser Guide war gerade dabei, uns zu erzählen, dass dort schon seit ca. zwei oder drei Jahren kein Wal mehr gefangen wurde, als er weißen Rauch entdeckte – auf Island ein Zeichen dafür, dass sich gerade ein gefangener Wal in der Station befindet. Und tatsächlich: als der Bus hielt, konnte man die Walfangstation gut von oben überblicken und den toten Finnwal, an dem sich gerade mehrere Walfänger zu Schaffen machten, klar und deutlich erkennen. So hatten wir uns unsere erste Begegnung mit einem Wal eigentlich nicht vorgestellt.

Kommerzieller Walfang ist eigentlich seit 1986 verboten und daran halten sich die meisten Länder weltweit. Allerdings haben eine handvoll Länder Schlupflöcher gefunden. Island und Norwegen ignorieren die Vorschriften und halten aus Gründen der Tradition weiterhin am Fang mancher Walarten fest.

Nach dem ungeplanten und traurigen Stopp schlängelte sich unser Bus weiter am Fjord entlang nach Borgarfjördur, einem Ort, wo sich viele der berühmten Isländer-Sagas abspielen. Unser Guide las uns verschiedene Island-Sagas vor und zeigte uns die Schauplätze in der Umgebung, bis wir schließlich in dem kleinen Ort Reykholt landeten. In Reykholt lebte einst der Edda-Dichter Snorri Sturluson.

In Reykholt machten wir Mittagspause. Anschließend ging die Fahrt weiter zu unserem Highlight des Tages, den Lavawasserfällen Hraunfossar. Wie bestellt kam dann schließlich auch die Sonne aus der dichten Wolkendecke hervor und neben strahlend blauem Himmel war es plötzlich richtig warm. Es herrschten annähernd 20°C.

Die Lavawasserfälle Hraunfossar werden vom Gletscherfluss Hvitá gespeist, welcher beim Langjökull, dem „Langen Gletscher“, entspringt. In mehreren kleinen Wasserfällen fließt das milchig hellblaue Wasser aus dem Lavagestein wieder in den Fluss. Auf eine Fußgängerbrücke hat man einen guten Blick auf die Lavawasserfälle auf der einen und den Barnafoss auf der anderen Seite. Der Barnafoss, „Kinderwasserfall“, erhielt seinen Namen, da dort einst angeblich Kinder ertrunken sind.

Nach unserem Abstecher am Hraunfossar machten wir uns langsam aber sicher wieder auf den Rückweg nach Reykjavík. Wir machten noch einen kurzen Halt an der Heißwasserquelle Deildartunguhver, die fleißig blubberte, qualmte und furchtbar nach Schwefel stank. Dort konnte man auch einige der Rohre sehen, die Reykjavík mit Warmwasser der Heißwasserquellen versorgen.

Was die Nutzung von Erdwärme als Energiequelle angeht, liegt Island ganz weit vorn. Durch Rohre wird das heiße, meist schwefelhaltige Wasser direkt in die Haushalte weitergeleitet. Mit entsprechend verlegten Rohren werden auf diese Weise im Winter sogar manche Straßen in den Städten beheizt.

Das letzte Stück unseres Rückweges führte uns über die Ringstraße 1 und den Walfjordtunnel zurück nach Reykjavík. Dort angekommen endete unser Tagesausflug und wir hatten wieder die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Nach einer kurzen Verschnaufspause im Hotel gingen wir wieder los. Obwohl es schon abends war, schien nach wie vor die Sonne und der Sonnenuntergang war noch lange nicht in Sicht.

Während unseres Aufenthalts in Island haben wir die Stadt nur ein einziges Mal richtig im Dunkeln gesehen und das war bei unserer Abreise um 03:00 Uhr morgens. Ansonsten war es immer beim Zubettgehen und auch beim Aufstehen morgens taghell.

Nun erkundeten wir die andere Richtung der Laugavegur, wo noch weitere Souvenirshops und teuere Fischrestaurants auf uns warteten. Wir liefen bis zum Stadtteich Tjörnin, wo sich eine Kirche und das neumodische Rathaus Reykjavíks befinden. Dort gibt es viele, sehr tief fliegende Flugzeuge, da sich der Stadtflughafen von Reykjavík in unmittelbarer Nähe befindet.

Wir machten einen kleinen Spaziergang am Meer entlang, bis wir am Wikingerdenkmal angelangt waren. Dort kann man dem ein oder anderen beim Angeln zusehen oder seinen Blick einfach nur über das Meer zu den Bergen schweifen lassen. Reykjavík ist im internationalen Vergleich eine kleine Hauptstadt, hat aber durch die Nähe zur Natur etwas Magisches an sich.

 

3. Tag: Wale und Delfine auf hoher See

Da der Dienstag einer der Anreisetage ist, sah Troll Tours heute keinen bereits inkludierten Ausflug für uns vor. Wir hatten einen Tag zur freien Verfügung, den wir nach Belieben gestalten konnten. Dafür bot Troll Tours einige zubuchbare Ausflugsmöglichkeiten an. Wir entschieden uns bereits im Voraus für eine dreistündige Whale-Whatching-Tour. Um 08:30 Uhr wurden wir abgeholt und zum Hafen gebracht.

Das Whale-Watching-Unternehmen hieß „Life of Whales Whale Watching“. Es sollte meine allererste Whale-Watching-Tour sein und ich war furchtbar aufgeregt! Bis das Boot aus dem Hafen heraus schipperte, dauerte es noch eine Weile und so nutzten wir die übrige Zeit, unsere Ausrüstung auszupacken: Regen- und Windjacke, Handschuhe, Mütze, Fernglas. Alles Dinge, die man auf einem Boot wirklich braucht. Selbst wenn das Wetter gut ist, kann es auf dem offenen Meer empfindlich kalt und windig werden.

Die Fahrt in die Whale-Watching-Zone dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Trotzdem waren wir bei dem tollen Wetter bereits vorher auf dem obersten Deck und haben nach Walen und Delfinen Ausschau gehalten, während uns eine Meeresbiologin etwas über diese faszinierenden Tiere erzählte.

Nach etwa 20 Minuten in der Whale-Watching-Zone tümmelten sich Weißschnauzendelfine direkt an unserem Boot, sie waren zu dritt oder sogar zu viert. Die Weißschnauzendelfine kann man nur im Nordatlantik sehen. Sie begleiteten unser Boot ein Stück und vollführten Kunststücke, bis wir sie irgendwann aus den Augen verloren.

Leider hatten wir bei unserer restlichen Tour nicht mehr so viel Glück. Die Delfine waren weg und Wale ließen sich keine blicken. Die Delfine waren zwar auch toll, aber wir waren trotzdem enttäuscht, dass wir keine Wale zu Gesicht bekommen hatten. Nach längerem Überlegen entschieden wir uns, die Tour am Nachmittag noch einmal mitzumachen. Als wir unseren Guide darauf ansprachen, stellte sich heraus, dass wir kostenlos nochmal mitfahren durften – da sagten wir natürlich erst recht nicht mehr nein!

Viel Zeit hatten wir am Mittag also nicht mehr, um irgendetwas anderes zu unternehmen. Wir gingen zu Mittag essen und legten uns anschließend im Hotel noch ein bisschen hin. Drei Stunden auf See schlauchen doch ganz schön.

Nachmittags fanden wir uns wieder am Hafen ein, nach wie vor bei schönem Wetter. Bevor wir uns wieder in die Whale-Watching-Area begaben, fuhr unser Boot an der Papageitaucherinsel vorbei. Dabei erfuhren wir einiges über die Papageitaucher. Sie leben monogam und kehren jedes Jahr wieder zu ihrer Brutstätte zurück, um dort ein einziges Ei zu legen. Nur während der Brutzeit halten sich die Papageitaucher an Land auf, die meiste Zeit des Jahres verbringen sie auf dem offenen Meer.

Aus der Nähe haben wir leider keine sehen können und auch mit dem Fernglas war es schwierig, sie auszumachen. Allerdings konnte man sie aus der Ferne noch recht gut an ihrem Flügelschlag erkennen: durch die kleinen Flügel, die mehr zum Tauchen als zum Fliegen geeignet sind, sieht es immer ein wenig aus, als wären sie ein bisschen zu fett zum fliegen und als würden sie kaum vom Boden wegkommen.

Als wir wieder in die Whale-Watching-Area gelangten, wurde das Meer zunehmend rauer. Das Boot schaukelte gewaltig. Als wir uns auf dem vorderen Bereich des Bugs aufhielten, wurde uns die Angelegenheit irgendwann eindeutig zu wackelig und wir zogen uns wieder ein wenig zurück.

Diesmal fuhr das Boot sehr weit hinaus und nahm mit anderen Whale-Watching-Anbietern Kontakt auf, jedoch vergebens. Weit und breit war kein Wal unterwegs, auch keine Delfine waren mehr zu sehen. Die Erklärung dafür lieferte uns die begleitende Meeresbiologin später auf dem Rückweg: scheinbar gibt es zwei bis vier Tage im Monat, an denen die Wale auf ihrer Futtersuche weiter aus der Bucht hinausziehen. Leider haben wir einen solchen Tag heute erwischt.

Als klar war, dass wir nichts mehr sehen würden, gingen wir unter Deck. Dort warteten wir, bis wir wieder im Hafen angekommen waren. Durch das Schaukeln wurde mir schnell übel. Zum Glück hatte meine Freundin Kaugummis gegen Reiseübelkeit bei sich. Ohne diese Dinger würde ich heute übrigens kein kleineres Boot mehr besteigen. Diese Kaugummis sind Gold wert, wenn man da ein bisschen empfindlich ist.

Wegen der erfolglosen Tour bekam jeder Teilnehmer ein Ticket, das ihn berechtigt, irgendwann kostenlos wieder mit zu fahren. Auch wir haben wieder so ein Ticket bekommen, doch da unsere restlichen Tage bereits verplant waren, würde sich so schnell leider keine neue Gelegenheit ergeben. Das Ticket liegt noch immer irgendwo in einer meiner Schubladen.

Ein bisschen enttäuscht kehrten wir zu unserem Hotel zurück, wo wir uns erst einmal wieder aufwärmen mussten. Diese Tour schlauchte uns noch mehr als die vorhergehende, weshalb wir an dem Abend bloß noch einkaufen gingen und einen kurzen Spaziergang am Hafen machten.

 

4. Tag: Schwarze Strände und Papageitaucher

Am nächsten Tag startete unser Tagesausflug zur Südküste nach Vík. Die Enttäuschung vom Vortag hatten wir überwunden und freuten uns nun auf die schwarzen Strände. Vielleicht würden wir auch Papageitaucher zu Gesicht bekommen.

Als wir mit dem Bus südöstlich von Reykjavík über den nach Schwefel stinkenden Bergpass fuhren, erzählte uns unser Guide, wie die Landschaft dort nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull mit Asche bedeckt war. Auch heute noch gibt es an einigen Stellen in der Nähe des Vulkans Ascheablagerungen, die der Wind mit sich trägt und den Horizont gelblich erscheinen lassen.

Unser erster Halt auf unserem Weg nach Vík, dem südlichsten Ort der Insel, war der Wasserfall Skógafoss. 60 Meter stürzt er in die Tiefe! Neben dem Skógafoss befindet sich eine Treppe, die bis nach ganz oben auf eine kleine Aussichtsplattform führt. Um diese zu erklimmen, gehört jedoch schon ein bisschen Fitness dazu. Ich habe es zwar geschafft, allerdings habe ich die Anzahl der Stufen eindeutig unterschätzt. Falls man es nicht schafft, ist es aber auch nicht so schlimm. Die schönste Aussicht auf den Wasserfall hat man ohnehin von unten oder auf halber Strecke.

   

Auf der Weiterfahrt nach Süden entdeckten wir von Weitem unseren ersten Vulkan: die Hekla (auf deutsch: „Haube“). Ein Vulkan, der mehr oder weniger pünktlich alle zehn Jahre ausbricht. Da der letzte Ausbruch im Jahr 2000 war, kann man die Hekla also als absolut überfällig bezeichnen.

Auch den unaussprechlichen Vulkan Eyjafjallajökull konnten wir schon bald in der Ferne ausmachen. Der Eyjafjallajökull (ausgesprochen wird er übrigens „Eyjafjatlajöküttl“) dürfte spätestens seit April 2010 jedem ein Begriff sein. Durch seinen Ausbruch und die dadurch entstandene Aschewolke legte er nämlich den Flugverkehr im ganzen europäischen Luftraum für mehrere Tage lahm. Im Hintergrund des Eyjafjallajökulls konnte man zudem noch den Vulkan Katla sehen, der vor 100 Jahren zuletzt ausbrach, seit 2017 aber wieder unruhig ist.

Kurz vor Vík machten wir unsere Mittagspause. Statt etwas im Restaurant zu essen, erkundeten wir den Lavastrand. Die Schwalben, welche sich an diesem Strand tummelten, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Kommt man aus Versehen ihren Nestern zu nahe, verteidigen sie sich.

Vík befand sich nur noch wenige Fahrminuten entfernt. Der Strand Reynisfjara besteht aus dunklen Steinen und Kieseln und ist aufgrund der starken Strömung zum Baden zu gefährlich – und zu kalt natürlich auch. Der Strand ist gesäumt von Basaltsäulen, in denen zahlreiche Vögel nisten. Unter ihnen befinden sich auch die Papageitaucher. Diese zogen es jedoch vor, sich auf dem Meer treiben zu lassen. Mit dem Fernglas konnte ich dort eine ganze Gruppe von ihnen ausmachen.

In Vík machten wir schließlich kehrt und fuhren wieder zurück nach Reykjavík. Auf dem Rückweg machten wir noch Halt am 66 Meter hohen Seljalandsfoss. Eine Treppe wurde mir diesmal erspart, dafür konnte man hinter dem Wasserfall entlang laufen. Ganz ungefährlich war das nicht, denn die Wege waren teilweise sehr schmal und glitschig. Mit Geländern und Absicherungen nehmen es die Isländer zudem nicht so genau, sodass es durch die ansteigende Zahl an Touristen auch zu immer mehr Unfällen kommt. Ist man etwas trittsicher und hat festes Schuhwerk, funktioniert das aber ganz gut.

 

5. Tag: Islandpferde und Elfengeschichten

Heute hatten wir wieder Freizeit und wir entschieden uns dazu, an einer Reittour mit Islandpferden teilzunehmen. Zur gewohnten Zeit wurden wir von dem Mitarbeitern des Reiterhofs Eldhestar Volcano Horses abgeholt. In einem Kleinbus, der fast nur mit Mädels gefüllt war (wen wundert es?) wurden wir in Richtung Südosten gekarrt. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde, bis wir dort ankamen.

Auf dem Reiterhof Eldhestar wurden wir freundlich empfangen und in Gruppen von höchstens 14 Personen aufgeteilt. Je nach Reiterfahrung bekamen wir die Islandpferde zugeteilt. Die wichtigsten Umgangsformen mit den Pferden wurden geklärt und dann konnte es schon los gehen.

Der Ausritt führte uns in die direkte Umgebung des Reiterhofs. Wir wurden von drei Guides begleitet, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Viel Hilfe war allerdings gar nicht notwendig, da die Islandpferde diese Tour bereits in und auswendig kannten und schon genau wussten, was von ihnen erwartet wurde.

Übrigens sind Islandpferde keine Ponys! Mit dem Begriff „Islandpony“ tritt man bei den Isländern nicht selten in ein Fettnäpfchen. Das hören sie gar nicht gerne!

Nach einem kurzen Eingewöhnungsritt machten wir einen Stopp. Uns wurde das Tölten erklärt, eine Gangart, welche ausschließlich Islandpferde beherrschen. Ein paar mehr oder weniger erfolgreiche und wackelige Töltversuche unsererseits folgten.

Während den kurzen Verschnaufpausen wurden uns verschiedene Geschichten über die Elfen erzählt. Elfen, Feen und Trolle spielen in Island nach wie vor eine wichtige Rolle. Dass viele Isländer noch an deren Existenz glauben, beweist der Beruf des Elfenbeauftragten. Sollen Straßen und Häuser in Island gebaut werden, wird oft erst einmal der Elfenbeauftragte hinzugezogen, um zu klären, ob das Bauvorhaben so durchgeführt werden kann oder ob dort womöglich Elfen wohnen. Ist Letzteres der Fall, dann baut man die Straße eben drum herum und die Häuser woanders hin. Die Reittour führte an einigen Orten, wo sich angeblich Elfen oder Geister aufhalten, vorbei.

Wieder auf dem Hof angekommen, musste jeder sein Pferd anbinden und absatteln. Bevor man wieder zurück nach Reykjavík gebracht wurde, wurde man im Hotel Eldhestar zu einem kleinen Lunch eingeladen.

Den restlichen Tag verbrachten wir wieder in Reykjavík. Wir gingen unseren Proviant für die nächsten Tage einkaufen, um die teuren Restaurant-Preise zu umgehen und kauften ebenfalls verschiedene Sorten Skyr. Wusstet ihr, dass dieses Milchprodukt ursprünglich aus Island stammt?

 

6. Tag: Baden in der Blauen Lagune

Da heute der Beginn der ursprünglichen Tour war, stand für uns erst heute die Stadtrundfahrt in Reykjavík an. Vorbei kamen wir an der Hallgrímskirkja, dem Rathaus, dem Parlamentsgebäude und ein paar anderen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem besuchten wir ein typisch isländisches Freibad. Auch wenn es draußen kalt ist, gehen Isländer gerne ins Freibad, das gehört hier einfach dazu.

Während wir kreuz und quer durch Reykjavík fuhren, erzählte uns unser Guide sehr viel über Island. Zum Beispiel, wie Reykjavík zu ihrem Namen gekommen ist, warum die Namen der Einwohner im Telefonbuch nach den Vornamen sortiert sind und dass Island Prothesen und Videospiele exportiert. Und auch, dass die meisten Isländer ein eigenes Haus bzw. eine eigene Wohnung besitzen. Mietwohnungen gibt es in Island kaum und sind sehr teuer. Dafür sind aufgrund der geothermalen Energie die Nebenkosten in Reykjavík ziemlich günstig.

Unsere Mittagspause verbrachten wir mit unserer Reisegruppe im Perlan, das etwas außerhalb von Reykjavík liegt. Das Perlan ist ein Heißwasserspeicher, in dem sich auch ein Restaurant und das Saga Museum befinden. Von einer Aussichtsplattform hat man zudem einen schönen Blick über die Stadt und die Bucht.

Nach der Mittagspause fuhren wir ein Stück aus Reykjavík hinaus, nach Bessastadir. Bessastadir ist der Wohnsitz des isländischen Präsidenten. Weiter fuhren wir durch Hafnafjördur, die Stadt mit den meisten Kreisverkehren Islands und anschließend durch die Lavafelder der Halbinsel Reykjanes in Richtung Blaue Lagune.

Die Blaue Lagune befindet sich in der Nähe von Keflavík und ist das bekannteste Thermalfreibad Islands. Ursprünglich war das Wasser in der Blauen Lagune das „Abwasser“ des Geothermalkraftwerkes Svartsengi, welches das Wasser aus ca. 2000 Meter Tiefe nach oben gepumpt hat. Das Wasser in der Blauen Lagune ist zwischen 37° und 42°C heiß und enthält verschiedene Mineralsalze, Kieselerde und Algen. Die intensive hellblaue Farbe stammt von der enthaltenen Kieselsäure. Das Wasser der Blauen Lagune hilft gegen Hautkrankheiten und es heißt, wer in der Blauen Lagune badet, kommt anschließend um 10 Jahre verjüngt wieder hinaus.

Das konnten wir so zwar nicht bestätigen, doch das Baden in der Lagune war wirklich angenehm. Allerdings lohnt es sich, dass man sich über alternative Thermalbäder informiert, wenn man individuell unterwegs ist. Dadurch, dass die Blaue Lagune mittlerweile so berühmt ist, ist der Eintritt sehr teuer und das Bad entsprechend voll. Da gibt es günstigere Varianten im Norden der Insel, die nicht so bekannt und günstiger sind.

Abends machten wieder einmal einen Spaziergang zum Hafen. Diesmal war unser Ziel das neue Konzerthaus. Die Architektur des Gebäudes ist abwechslungsreich, aber so richtig begeistern kann ich mich für dieses neumodische Gebäude einfach nicht.

 

 

7. Tag: Der Goldene Kreis

Der letzte Tag und die bekannteste Sehenswürdigkeit Islands standen heute auf dem Plan: der Goldene Kreis. Der Goldene Kreis besteht aus drei Naturphänomenen Islands, welche recht nah beieinander liegen und locker an einem Tag besichtigt werden können. Es handelt sich dabei um den Nationalpark Thingvellir, den Wasserfall Gullfoss und das Heißquellengebiet mit der Springquelle Strokkur und dem Alten Geysir.

Der Thingvellir Nationalpark ist aus verschiedenen Gründen eine Besonderheit. Der Begriff Thingvellir bedeutet soviel wie „Feld der Völkerversammlung“. Der Name rührt daher, dass in diesem Park bereits um 930 einmal jährlich das „Althing“ abgehalten wurde. Althing ist das erste Parlament Islands und eines der ältesten der Welt. Menschen aus dem ganzen Land reisten mit ihren Pferden dort hin und nahmen daran teil. Bei dem Treffen im Thingvellir wurden Gesetze besprochen und Gerichte abgehalten. Abseits der verwaltungstechnischen Aufgaben des Althing war es für viele auch einfach ein fröhliches Zusammentreffen, bei dem auch die ein oder andere Ehe geschlossen wurde. Das Althing hatte Bestand bis ins Jahr 1798, dann wurde es von den Dänen aufgelöst.

Der Thingvellir ist allerdings nicht nur von geschichtlicher Bedeutung, sondern auch geologisch hochinteressant. Denn im Thingvellir befindet sich der Ort, wo die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatten auseinanderdriften. Die Silfra-Spalte, in der man auch tauchen und schnorcheln kann, ist mittlerweile um die sieben Kilometer breit und wächst immer weiter. Um den Thingvellir befinden sich vier aktive Vulkansysteme. Das Auseinanderdriften der Platten macht sich mit zahlreichen Erdbeben bemerkbar.

Weiter ging es schließlich ins Tal Haukadalur zu den heißen Quellen, wo sich auch der Alte Geysir und die aktive Springquelle Strokkur (das „Butterfass“) befinden. Der Alte Geysir ist der Namensgeber aller Springquellen, befindet sich aber heute sozusagen „in Rente“. Früher spuckte er Wasserfontänen mit einer Höhe von bis zu 60 Metern, jetzt ist er aber ruhig und nahezu inaktiv. Ziemlich zeitgleich mit der Pensionierung des Alten Geysirs setzte dafür die Spingquelle Strokkur ein. Strokkur erreicht zwar keine 60 Meter Höhe, dafür aber noch 30 bis 40 Meter. Ungefähr alle fünf Minuten zeigt er, was er kann und ist somit sehr fotofreundlich.

   

Wer an Island denkt, denkt gleichzeitig auch an Geysire. Was ich vorher jedoch nicht wusste: Strokkur ist der einzige Geysir auf Island – jedenfalls nach dem, was wir unter einem Geysir verstehen. Es gibt zwar viele heiße brodelnde Quellen, aber nur den einen aktiven Geysir, der tatsächlich Wasser in die Höhe spuckt.

Neben dem Strokkur und dem Alten Geysir gibt es auch noch einige andere Heißwasserquellen drum herum. Zwar sind diese recht ruhig, dafür aber wegen ihrer königsblauen bis türkisenen Wasserfarbe auch sehr schön anzusehen.

Wieder nur wenige Fahrminuten mit dem Bus entfernt schließt sich das Dreieck mit dem Gullfoss („Goldener Wasserfall“). Auf dem Weg dort hin und auch am Gullfoss selbst kann man bei klarer Sicht gut den Langjökull sehen, den „Langen Gletscher“.

Der Gullfoss besteht eigentlich aus zwei Wasserfällen. Über eine Treppe nach unten und einen kurzen Weg kann man direkt an den Wasserfall hinlaufen. Auf einem Felsvorsprung ist man vom Gullfoss nur durch ein dünnes Seil getrennt. Da es an unserem letzten Tag sehr stürmisch war, musste man also sehr viel Vorsicht walten lassen, damit man nicht aus Versehen irgendwo abrutschte und im Wasserfall landete.

Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg. Da wir noch sehr gut in der Zeit lagen, legten wir noch den einen oder anderen außerplanmäßigen Stopp ein. Wir besichtigten noch einen weiteren, kleineren Wasserfall und machten eine kurze Pause an einer Weidestelle mit Islandpferden. Sehr zutraulich und neugierig kamen sie auf uns zu und ließen sich mit Gras von uns füttern. Unser letzter Halt war im Naturschutzgebiet Heidmörk, welches sich direkt vor der Hauptstadt Reykjavík befindet. Dort gibt es zahlreiche Vulkankrater, Lavafelder und Pseudokrater zu sehen.

In Reykjavík angekommen verabschiedeten wir uns von unserem Guide und unserer Reisegruppe. Leider war es nämlich schon unser letzter Tag und sehr früh am nächsten Morgen ging unser Flieger wieder nach Hause. Nach einem kleinen Abendessen in der Nähe unseres Hotels packten wir unsere Koffer und bereiteten alles für unsere Abreise vor. Da wir mitten in der Nacht aufstehen mussten, beschlossen wir, früh ins Bett zu gehen, um noch eine Mütze Schlaf zu bekommen.

 

8. Tag: Bless Ísland!

Um 02:00 Uhr war unsere Nacht schon zu Ende. Zum ersten Mal haben wir Reykjavík tatsächlich bei Dunkelheit erlebt. Die Koffer waren komplett gepackt und wir waren startklar für die Heimreise. Da wir schon befürchteten, dass es draußen kalt sein würde, zogen wir uns warm an und und machten uns ein letztes Mal auf den Weg zur Bushaltestelle.

Dort warteten wir. Und warteten… und warteten. Es war durch den Wind eisig kalt geworden und unser Bus wollte einfach nicht kommen. Als er mit einer Verspätung von beinahe einer halben Stunde doch endlich kam, waren wir schon ein bisschen nervös. Ohne jede Erklärung für die Verspätung wurden unsere Koffer in den Transferbus verfrachtet und bevor wir zum Flughafen fahren konnten, mussten noch verschiedene andere Hotels angefahren werden. Die Zeit, welche uns dann noch blieb, war ziemlich knapp bemessen.

Ungefähr zwanzig Minuten, bevor das Boarding begann, kamen wir am Flughafen Keflavík an und mussten uns erst noch an den Check-In-Schalter der WOW Air stellen, da kein Online-Check-In möglich war. Die Schlange war lang und die Zeit lief langsam ab. Fast in letzter Sekunde haben wir es geschafft, für unseren Flug einzuchecken. Während wir noch am Schalter standen, begannen die WOW Air Mitarbeiter damit, Leute aus der Warteschlange zu fischen, welche noch für den Flug nach Stuttgart oder Düsseldorf einchecken mussten.

Mit unseren Bordkarten in der Hand beeilten wir uns und liefen zur Sicherheitskontrolle, wo wir ohne längere Zeitverzögerung durchkamen. Als wir an unserem Gate ankamen, war das Boarding schon in vollem Gange. Wir hatten also noch Glück gehabt.

 

Fakultative Ausflüge & andere Ausflugsmöglichkeiten

Auf der „Tor des Nordens“-Standortreise hat an zwei Tagen Zeit zur freien Verfügung, je nach Anreisetag ist das am Dienstag, Donnerstag und/oder am Sonntag. Für diese Tage kann man Ausflüge über die Agentur vor Ort oder in der Tourist-Info buchen.

Angeboten wurden unter anderem Ausflüge zu den Westmännerinseln im Süden, auf die Halbinsel Snaefellsnes, ein Ausflug ins Innere eines Vulkankraters, zur Gletscherlagune Jökulsarlon, Gletscherwanderungen, Jeep-Fahrten, ein Ausflug in das Gebiet Thorsmörk bis hin zu einem Tagesausflug nach Grönland, Kulusuk (was aber mittlerweile, glaube ich, nicht mehr angeboten wird). Die Preisspanne für die verschiedenen Ausflüge liegt bei ca. 90 bis bis 280 Euro, für Grönland waren es um die 500 Euro. Möglichkeiten gibt es mehr als genug, allerdings braucht man genügend Zeit und Geld, um alles zu erkunden.

 

Standortreise – ja oder nein?

Meine Reise nach Island ist nun fast fünf Jahre her. Mein Reiseverhalten hat sich seitdem grundlegend verändert. Damals bin ich gerade mit meiner Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau fertig geworden und hatte, im Grunde genommen, noch nicht allzu viel gesehen. Die Reise „Tor des Nordens“ kostete mich ungefähr 1200,- € und das war, so frisch aus der Ausbildung, ganz schön viel Geld für mich (ist es natürlich auch heute noch). Island auf eigene Faust zu erkunden haben wir uns damals aber auch nicht wirklich zugetraut.

Deshalb war diese Standortreise für uns eine gute Option. Alles war organisiert, wir mussten uns groß um nichts kümmern. Wir mussten nicht schauen, wie man von A nach B kommt oder selbst herausfinden, was es zu sehen gibt. Die Kosten, die vor Ort noch dazu kamen, waren auch überschaubar, da die meisten Ausflüge ja bereits inklusive waren. Wir konnten uns also jeden Tag einfach in den Bus setzen und uns zurücklehnen, während wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten kutschiert wurden und man uns Wissenswertes über Island erzählte. Trotzdem blieb an den freien Tagen oder abends nach den Ausflügen noch etwas Zeit für eigene Erkundungen in Reykjavík.

Trotzdem würde ich es heute nach Möglichkeit anders machen. Die Standortreise „Tor des Nordens“ ist ganz schön für einen ersten Einblick, für mich wäre es aber heute zu oberflächlich und einfach nicht mehr genug. Nicht nur, dass ich die ganze Insel sehen wollen würde, ich würde auch flexibler sein wollen. Am liebsten würde ich mit einem Mietwagen die Insel selbst erkunden und entsprechend die Unterkünfte wechseln. Hier oder da einfach mal stoppen, um die Wanderstiefel zu schnüren und aufs Geratewohl loszulaufen. Genau so werde ich es machen, wenn ich Island das nächste Mal besuchen werde. Denn eins ist klar: ich werde auf jeden Fall wieder kommen.

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Warst du schon auf Island? Hast du es auf eigene Faust erkundet oder auch in Form einer geführten Rund- oder Standortreise? Erzähle mir doch gerne von deinen Highlights auf Island!

Noch nicht genug von Island?

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