Abenteuer eines Safari-Guides – „Don’t run whatever you do“ von Peter Allison

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Afrika und Safaris haben mich einfach gepackt, das ist Fakt. Und ich lese unheimlich gerne, das ist ein weiterer. Gesa Neitzels „Frühstück mit Elefanten“ habe ich an einem Stück verschlungen. Als ich in einem Afrika-Forum den Tipp für Peter Allisons „Don’t run whatever you do“ bekam, war für mich klar, dass ich dieses Buch ebenfalls haben musste. Und natürlich bot es sich als perfekte Lektüre für meine Reise durch Namibia und Botswana an!

 

Um was geht es?

Peter Allison beschreibt, wie es ihn in jungen Jahren nach Afrika verschlug und seinen Werdegang als Safari-Guide. Auf der Suche nach Abenteuern und fasziniert von der Wildheit Afrikas, hängte er mit 19 Jahren seinen bisherigen Job an den Nagel und machte sich auf ins Südliche Afrika, um dort ein Jahr zu Backpacken.

Nach einem halben Jahr war sein ganzes Geld entweder ausgegeben oder gestohlen, was ihn dazu zwang, sich etwas Gutes einfallen zu lassen, sollte er seine Reise nicht frühzeitig abbrechen wollen. Er begann also, an der Bar eines Safari-Camps zu jobben, bis er irgendwann mehr wollte und ihm dieser Aushilfsjob nicht mehr ausreichte. Er beschloss, Safari-Guide zu werden – und sammelte in seinem ersten Buch „Don’t run whatever you do“ seine witzigsten, merkwürdigsten, aufregendsten und einfach erzählenswertesten Erfahrungen.

 

Und wie ist es so?

In insgesamt 28 Kurzgeschichten gibt uns Peter Allison einen Einblick in die Anfänge seiner Karriere als Safari-Guide. Dabei sind die Geschichten, welche er erzählt, nicht nur unterhaltsam und witzig, sondern auch informativ. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen eines Safari-Camps und das Leben, welches man in einem solchen führt. Wie sieht der Alltag eines Safari-Guides aus (aufregend, manchmal aber auch ganz schön stressig und nervenaufreibend)? Welches Verhalten von Safari-Gästen kann ein Guide so gar nicht leiden? Und mit welchen anderen Problemen muss sich ein Camp mitten im Okavango-Delta herumschlagen?

Dann wären da natürlich auch noch die Wildtiere. In Peter Allisons Kurzgeschichten kommt es selbstverständlich auch zu zahlreichen (freiwilligen und unfreiwilligen) Tierbegegnungen. Manche davon sind aufregend und wunderschön, bei manchen wird es allerdings auch brenzlig, wenn nicht sogar tödlich. Nicht jedes Aufeinandertreffen mit Wildtieren geht gut aus, was Peter Allison in seinem Werk auch schonungslos und ehrlich zeigt. Umso wichtiger ist es in den meisten Situationen, sich an die Warnung im Titel des Buches zu halten: „Don’t run whatever you do“. Schließlich gilt insbesondere für die Raubkatzen: „only food runs“. Das rettet einen jedoch nicht aus jeder brenzligen Situation. Es bedarf oft mindestens genauso viel Glück und Einfallsreichtum.

Die Erfahrungen, welche der Autor mit seinen Lesern teilt, sind also sehr vielfältig. Es ist nicht so, dass alle Geschichten nur witzig und voller Abenteuer sind – manche sind eben auch tragisch und nachdenklich. Er gaukelt dem Leser keine heile Welt vor, nichtsdestotrotz versteht er es, ihnen den Zauber Afrikas nahe zu bringen.

Bisher gibt es „Don’t run whatever you do“ nur in der englischen Originalversion. Ich empfand die Kurzgeschichten jedoch als einfach zu lesen. Wenn man das eine oder andere unbekannte Wort nachschlägt, müsste jeder mit durchschnittlichen Englisch-Kenntnissen das Buch gut verstehen können.

 

 Fazit

„Don’t run whatever you do“ von Peter Allison ist eine Sammlung an Erzählungen aus seinem Leben in Afrika. Die Geschichten sind dabei nicht nur witzig und verrückt, sondern manchmal auch traurig und nachdenklich. Sie geben einen kleinen Einblick hinter die Kulissen eines Safari-Camps. Dieses Buch ist sicher nicht nur für diejenigen interessant, die sich bereits in die Wildnis Afrikas verliebt haben – es könnte den einen oder anderen wohl auch auf dumme Ideen bringen!

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